Drei. „No Problem“

IMG-20190412-WA0019Ich bin angekommen in Indien.

Ohne Probleme konnte ich einreisen und mein Gepäck war auch direkt griffbereit. Ich erwartete einen riesigen und wuseligen Flughafen. Dieser stellte sich jedoch als übersichtlich und strukturiert heraus. Mithun traf mich außerhalb und ich machte seit langem wieder Bekanntschaft mit einer Temperatur von dreißig Grad. Umgehend wurde ein „Uber“ geschnappt und wir fuhren los. Es dauerte nicht lange und ich machte  mit dem indischen Verkehr und Hupkonzert Bekanntschaft. Die ersten Eindrücke flogen an mir vorbei. Die einzelnen Fahrbahnen scheinen keinen wirklichen Sinn zu machen, da sich die jeweiligen Fahrzeuge ihre ganz eigene Fahrlinie gestalten. Das Hupen dient mehr als Nachricht und keiner schien sauer oder erzürnt zu sein. Es scheint „Achtung ich komme“ zu bedeuten. Der erste Tag war bereits so eindrucks-voll, dass es sich anfühlt wie ein ganzes Wochenende. Wir schnappten uns Mithuns Motorrad und gingen essen. Kichererbsen-Curry zum Frühstück. Besser kann ein Tag fast nicht starten. Außer Kaffee im Bett aber der ist ja erstmal gestrichen 😀 Bei einem Saft am Straßenrand beobachteten wir das Treiben auf der kleinen Straße. Es gab viel zu entdecken und ich war wieder über die Gelassenheit erstaunt. Niemand schien gestresst und doch war jeder sehr beschäftigt. Niemand schien sauer und doch wurde viel gehupt und gestikuliert.

Der zweite Tag heute war sehr aufregend, sodass ich eben erstmal für einen Mittagsschlaf eingeschlafen bin.

Mit dem Motorrad ging es zum Bahnhof von Delhi. Davon hab ich schon einiges gelesen und es war tatsächlich los. Unmengen an Menschen und die Möglichkeit ein Ticket zu bekommen schier unmöglich. Für mich als Tourist ist es jedoch kein Thema gewesen. Da gibt es ein extra Touri- Kontingent. Wir wollen am 18.04 nach Kolkata reisen und für Mithun gab es kein Ticket. Er ist auf Platz 230 der Warteliste. Da sieht man mal was hier für ein reges Reisen und Treiben herrscht. Ständig sind Hochzeiten oder andere Festivitäten, sodass der Zug ein unfassbar wichtiges Fortbewegungsmittel ist. Die Motorradfahrt zum Bahnhof war mehr als abenteuerlich. Den Verkehr aus dem Auto zu beobachten war die eine Sache- mitten Drin auf dem Motorrad zu sitzen die andere. Wenn ich noch keine Glauben für mich gefunden hätte oder noch nie gebetet hätte – heute wäre der erste Tag für Glauben und Gebet gewesen. „No Problem Sina.“ War wohl die einfachste Erklärung und sollte beruhigend wirken. Naja.

Die ersten beiden Tage sind spannend und bunt gewesen und ich freue mich auf alles was noch ansteht. Morgen schnappen wir uns einen Bus und fahren raus aus der Stadt. Es geht nach Manali im Himalaya. Mit knapp 10.000 Einwohnern wird das eine nette Abwechslung zu 16 Mio. hier in Delhi. Dort bleiben wir bis nächste Woche den 17. oder 18. und kommen kurz nach Delhi bevor es dann weiter nach Kolkata geht.

Die permanenten Eindrücke sind gar nicht alle wiederzugeben und doch werde ich mich bemühen sie hier so gut es geht aufzuschreiben. Hier ist jedenfalls vieles ganz anders und trotzdem funktioniert alles super. Der Kontrast zwischen Deutschland und Indien ist schon enorm. Generell hab ich noch nichts Vergleichbares erlebt. Mein damaliger Trip nach Thailand konnte mich vielleicht auf einen Bruchteil von Indien vorbereiten.

Alles kein Problem 🙂

 

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