Der Schmetterling in Dir.

„Während das Raupenstadium bei einigen Schmetterlingen mehrere Jahre dauern kann, werden die Falter selten älter als zwei Wochen.
Es gibt sogar Schmetterlinge, die nur so kurz leben, dass sie gar nicht zu fressen brauchen.

Doch manche Schmetterlinge, etwa das Pfauenauge, können als ausgewachsene Tiere auf Dachböden, in Kellern, in hohlen Bäumen oder an anderen geschützten Orten überwintern.“ (www.kindernetz.de)

Wo befindest du dich? Raupe? Kurzlebiger Schmetterling? Überwinternder Falter? Oder weißt du damit gar nichts anzufangen?
Der Schmetterling ist in seiner Entwicklung und Schönheit ein so kraftvolles Sinnbild. Verschiedene Arten benötigen verschiedene Abläufe und Zeiträume. Doch werden sie alle zum Schmetterling. Diese bunten Falter haben zwar die Fähigkeit zu sehen doch werden sie sich niemals in ihrer kompletten Fülle erblicken können. Es gibt unglaublich viele verschiedene Arten und Erscheinungen. Sehen wir diese eindrucksvollen Wesen, so wissen wir nichts über ihre Geschichte. Vielleicht sind sie erst vor einigen Tagen in ihrer jetzigen Fülle. Vielleicht sind sie nur noch diesen Tag in dieser Lebendigkeit. Wir wissen nicht welche Blumen sie bereits kennen, welche Witterungen sie bereits erlebt und wie viele Winter sie überlebt haben. Wir sehen sie, genau so wie sie in diesem Moment vor uns umher zaubern. Mir ist noch kein Mensch begegnet, der oder die Schmetterlinge abstoßend findet. Man sagt Schmetterlingen sogar nach, sie seien ein Indikator für besonders harmonische Orte.
Doch was hat das mit dir, mit uns zu tun? Du wirst dich niemals so sehen können, wie dein Gegenüber dich wahrnehmen darf. Dein Gegenüber weiß womöglich kaum etwas über dich. Dein Gegenüber sieht nicht, wie du dich fühlst. Das was die Person sieht, ist deine Schönheit. Schönheit wird üblicherweise auf die äußerliche Erscheinung bezogen. Nur hat sich unser Verständnis von der Er-scheinung auf eine Fassade ohne Fenster reduziert. Unsere Er-scheinung ist jedoch eine Fassade mit Fenstern aus denen es hell heraus leuchten kann. Doch manchmal versuchen wir unsere Fassade so gut zu dekorieren und aussehen zu lassen, sodass wir die Fenster überstreichen, verbauen und das Licht nicht mehr zu sehen ist. Die Außenwirkung beschränkt sich auf die Fassade und den gewollt erzeugten Effekt. Umso weniger man einen Einblick durch das Fenster möchte, um so stärker wird die Fassade gestrichen und jede Lücke ins Innere versperrt. Zugespachtelt. Manchmal ist der Zugang ins Innere auch für den Hausbesitzer dann nicht mehr möglich. Die äußere Erscheinung hat nur noch wenig mit dem Inneren zu tun. Was würde aber geschehen, wenn die Fassade hell erleuchten würde aufgrund des sichtbaren Lichtes des Inneren? Wäre dann nicht der Fokus weniger auf eventuelle Risse in der Fassade oder kein gleichmäßiger Anstrich und stattdessen auf das helle Leuchten gerichtet?
Der Schmetterling macht sich sehr wahrscheinlich wenig Gedanken. Vielleicht weiß er nicht einmal wie lange sein Leben noch in dieser Form voran schreiten wird. Vielleicht ist er nur für diesen einen Tag in dieser bunt-schillernden Form. Er weiß es aber nicht. Und so wird er genau das tun wozu er bestimmt ist. Unermüdlich wird er von Blume zu Blume fliegen. Sein Potenzial leben und entfalten. Ohne etwas zu erwarten oder sich auf eine wohlverdiente Schmetterlings-Rente zu freuen um endlich „nichts mehr tun zu müssen.“ Es gibt mit Sicherheit eine Menge Unterschiede zwischen dem Mensch und dem Schmetterling, jedoch verstehe ich nicht, weshalb der Mensch erst einmal von seiner inneren Stimme und Aufgabe getrennt wird. Wir kommen als vollkommenes Wesen auf diese Welt und müssten uns eigentlich nur ein paar grundlegende Dinge aneignen um dann in unserem kreativen Potential aufgehen zu können. Frei fühlend und denkend wären wir die Schöpfer unserer eigenen Gesundheit und Erfüllung. Mit dieser Energie könnten wir einander stützen und tragen. Träumerei magst du nun vielleicht denken doch gab es noch nie die Möglichkeit es auf diesem Wege gemeinschaftlich zu probieren. Nicht wissend wie schön wir sind, geben wir vor etwas zu sein, schmücken unsere Fassade und lassen das innere Licht verkümmern.
Mir sind erwachsene Menschen begegnet, die ihr Licht schon früh verloren. Uns begegnen Menschen, die vielleicht sehr wütend und verurteilend sind. Uns begegnen Menschen, die keinen Einblick gewähren und im Außen so hart sind. Uns begegnen Menschen, die keine anderen Ansichten hören möchten – oft aus Angst. Uns begegnen Menschen, die den Bezug zu ihrem Gefühl und ihrer Intuition irgendwo auf dem Weg ihres Lebens verloren haben. Beurteilung, Vergleich, Funktion, Sicherheit und Angst sind die besten Begleiter um die Leichtigkeit eines Schmetterlings zu vernachlässigen. Umso länger wir an der Fassade arbeiten und die Wände stärken – umso schmerzlicher wird es wieder nach Innen zu kehren um das Licht zu finden und sehen. Denn dieses erlischt niemals. Es ist geduldig und wartet auf dich. Es ist die Schönheit, die niemals erlischt. Doch deine Fassade kann noch so stark, schön und beeindruckend aussehen – sie wird niemals mit der Er-scheinung deines Inneren auf einer Stufe stehen. Um den wahren Schmetterling zu sehen, der du bist, schließe deine Augen und beginne dich wieder mit deinem inneren Leuchten zu verbinden.
Stell dir vor du bist ein Schmetterling – was sind die Blumen in deinem Leben, zu denen du mit absoluter Hingabe und Liebe tagtäglich hinfliegst und im Austausch auch Energie und Liebe erhälst. Was sind diese besonderen Blumen, deine Projekte, die du nährst und in die Welt hinaus trägst?

 

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