Eins. Und wo ist eigentlich die Aufregung?

Im April gehe ich dann nach Indien!

Diesen Satz vernahm ich zum ersten Mal im November…aus meinem Mund. 2018 verbrachte ich einen Monat in Australien. Dort begegnete ich einigen Menschen, die Unterwegs waren, mit Plan oder auch ohne Plan. Auf die Frage „was ist denn so dein Plan“ antwortete ich relativ unterschiedlich, denn einen wirklichen Plan hatte ich nicht. Einzig und allein ein Gefühl umhüllte mich. Die Idee nach Indien zu gehen lebte schon längere Zeit aber nie so richtig wahrhaftig. 2018 war das Jahr in dem ich einige grundlegende Dinge beendete und auch begann. Und so wuchs eben auch die Neugier nach dem „wie geht es denn dann weiter?“. Mein Monat in Australien sollte mir Klarheit bringen. Ich wollte mit der Vergangenheit Frieden schließen und irgendwie in der Gegenwart etwas über meine Zukunft erfahren. Genau dieses Vorhaben gelang mir ziemlich gut. So landete ich im November 2018 wieder in Deutschland. Kaum in Frankfurt gelandet, telefonierte ich nach Indien. “ Mithun ich komme nach Indien und ich möchte auch eine Yoga-Ausbildung machen.“ Kaum waren diese Worte ausgesprochen, kam die Zukunft ins Rollen. Mein guter Freund Mithun, den ich in Köln kennen lernen durfte, kommt aus Indien und hatte mich immer wieder in dem Gedanken bestärkt die Reise nach Indien anzutreten. Gemeinsam verbrachten wir einige Stunden in einer wunderbaren Yoga-Gruppe in Köln. Yoga. Yoga kam 2015 in mein Leben und war seither eine Bereicherung an Menschen, Erlebnissen, Gefühlen und Aufwachen. Die Idee irgendwie diese Yoga-Praxis zu vertiefen und zu verknüpfen, schwirrte schon lange in mir herum. Und plötzlich war es glasklar. Indien, Yoga, Ausbildung, Sachen packen und los. Das Gefühl zu diesem Plan war stärker als die Vorstellung. Ein gutes Gefühl, denn dieses hat mich die letzten fünf Monate bestärkt, begleitet und motiviert. Und dieses Gefühl ist glaube ich auch Grund dafür, dass ich bisher noch keine Aufregung empfunden habe. Was ich empfinde ist absolutes Vertrauen und Vorfreude. Gut, nun sind es noch drei Nächte bis ich nach Oslo fliege (dort besuche ich meine Freundin Heide für zwei Tage) und fünf Nächte bis ich nach Neu-Dehli fiege. Also noch genug Zeit für die Aufregung. Was ich aber eigentlich meine ist, dass ich mich unglaublich freu und auf das was kommt vertraue. Der Zuspruch aus meinem gesamten Umfeld ist unbeschreiblich und die entgegengebrachte Liebe ein absoluter Halt.